Metropwr FX-773 SWR- und Power-Meter

In der Vergangenheit habe ich so einige digitale SWR-Meter mit Komponenten von Igor R6NT und eb103.ru selbst gebaut. Diese SWR-Meter haben und leisten auch noch gute Arbeit in meinem Shack. Jedoch war für genaue Messungen der Eigenbau eher ein Schätzeisen. Gerade weil sich das SWR-Meter nur auf einem Band genau kalibrieren ließ und auf den anderen Bändern oder bei höheren Leistungen war die Anzeige schon ziemlich ungenau.

Es gibt von namhaften Herstellern schon tolle SWR- und Power-Meter, die recht teuer sind, aber dafür auch eine Menge Funktionen bieten. Für meine Zwecke reicht ein SWR- und Power-Meter, dass auch höhere Leistungen genau anzeigen kann. Bei meiner Recherche stieß ich auf die Webseite von metropwr.com aus Italien. Metropwr kannte ich im Zusammenhang mit Antennenanalyzer, aber die neuen großen SWR- und Power-Meter hatte ich nur nebenbei beachtet. 

Metropwr FX-773

Ich habe mich für das FX-773 für mein Shack entschieden, da es mit einem 5 Zoll-Display schon recht groß ist. Es ist 183mm breit, 100mm hoch und 108mm tief. Versorgt wird es mit 13,8V aus dem Shack-Netzteil. Für das FX-773 wird ein abgesetzter Richtkoppler FX3 benötigt. Dieser ist für 3kW PEP ausgelegt. Der Richtkoppler wird mit 2 SMA-Koax-Kabel verbunden und es kann an das FX-773 noch ein zweiter Richtkoppler angeschlossen werden. Die Ein- und Ausgänge des  FX3-Richtkopplers sind jeweils klassische PL-Buchsen. 

Neben der normalen Anzeige von Leistung und Stehwelle, werden auch die Widerstände der Antenne, Frequenz, Uhrzeit, Datum und Temperatur angezeigt. Die Leistungsanzeige kann auch als „Zeiger-Anzeige“ dargestellt werden. Dabei ist es Geschmackssache, welche Anzeige man für den täglichen Einsatz verwendet. Persönlich gefällt mir die Balkenanzeige besser.

Im Grundbild lassen sich verschiedene Funktionen auswählen und es kann sogar ein Antennenschalter von Metropwr über das FX-773 gesteuert werden. Der Antennenschalter ist optional erhältlich und wird mit klassischen Netzwerkkabeln verbunden. Im Setup können verschieden Einstellungen für die Anzeige vorgenommen werden. Ein Alarm für zu hohes SWR lässt sich programmieren, oder auch ein Bildschirmschoner, der das Display nach einer gewünschten Zeit abschaltet. Beim Senden wird das FX-773 wieder „wach“ und zeigt das Wattmeter an. 

Fazit

 

Für den Preis von rund 500€ für das FX-773 und den Richtkoppler FX3 macht das SWR- und Power-Meter einen sehr guten Eindruck. Preis-Leistung stimmt hier in jedem Fall und es ist ein Hingucker im Shack.

Jedoch sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich im Alltag als etwas störend erwiesen. Die Schrift ist in einigen Anzeigen recht klein geraten und man benötigt schon gute Augen. Das Touchdisplay ist manchmal etwas träge und man muss mehrfach etwas antippen. Manche Schaltflächen sind auch recht klein und es macht Sinn einen Touchpen zu verwenden, falls die Finger doch mal zu dick sind ;-)

Mit meiner alten Ameritron AL-811 PA war es oftmals schwer, diese mit dem FX-773 abzustimmen, weil die Balkenanzeige im Wattmeter von 110, 220, 660 und  auf 1300W schnell umher springt. Als visueller Typ war es etwas schwierig die PA damit abzustimmen. Ich nutzte daher die Anzeige des dBm-Meters. (s. Bild links) Mit einer ACOM 1000 geht es hingegen eher problemlos, weil man ja in der Regel die Anzeige der PA zum Abstimmen nutzt. Seitdem ich nun die ACOM habe gibt es keinerlei Probleme mehr. 

Kurios ist auch die Position des ON/OFF-Schalters. Diesen kann man nur mit einem spitzen Gegenstand bei mir betätigen. Die Nase des Schalters schein zu kurz zu sein. Doch brauche ich den Schalter so gut wie gar nicht, da das SWR-Meter von der Shack-Steuerung per Relais ein- und ausgeschaltet wird. 

Trotzdem ist es ein schönes SWR- und Power-Meter und es leistet sehr gute Arbeit im Shack… 

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.