FT8 und warum ich es nicht so richtig mag

FT8 als Produkt aus WSJT-X ist seit einigen Wochen neu auf den Bändern zu hören. Vom Signal her ähnelt es im Wasserfall-Diagramm und auch akustisch PSK63.

Doch warum wird so ein Hype um diese neue Betriebsart gemacht, wenn PSK63 teilweise effizienter ist? In FT8 lassen sich nur 13 Buchstaben verpacken und es nicht ansatzweise so störsicher wie JT9 oder JT65. Kleinste Störungen reichen und das WSJT-X-Programm decodiert nichts mehr. Auf den Bändern ist es schwer eine CQ-rufende Station zu erreichen, da sich gefühlt gleich 3 Stationen darauf stürzen. Der stärkere gewinnt und aus der einstigen QRP-Betriebsart JT65 bleiben nur noch übersteuerte FT8-Signale übrig.

Manch ein OP gerät nahezu in den Rausch eine CQ-rufende Station anzurufen, egal ob diese „CQ OC…“ ruft oder nicht. Die Vollautomatik in dieser Betriebsart ist das nächste Problem, denn das Programm ruft solange bis es Antwort bekommt. Egal ob man dann wieder CQ ruft, weil die Gegenstation einen nicht empfängt, egal…

Die Vollautomatik in FT8 erinnert fast an SIM31, bei dem man eher das Gefühl hat mit einem Anrufbeantworter zu funken.

Nun befindet sich FT8 ja noch in der Weiterentwicklung und man kann hoffen, dass sich noch einiges um diese neue Betriebsart verbessert.

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